Eine Katzenklappe ist das seltene Stück Technik, das gleich zwei Probleme löst: Deine Katze kommt
raus und rein, wann sie will, und du kannst die Tür endlich zulassen. Was dabei verblüfft – die
Frage, die viele beim Kauf am meisten umtreibt, ist die unwichtigste. Die Größe nämlich. Eine
durchschnittliche Hauskatze schlüpft durch jede Standardklappe, deren Öffnung irgendwo zwischen
zwölf und siebzehn Zentimetern liegt, ohne sich groß zu strecken. Erst eine ausgewachsene Maine
Coon oder eine andere wirklich große Rasse zwingt dich, genauer hinzuschauen oder gleich zur
großen petWALK-Tür zu greifen. Für alle anderen kannst du das Thema Maß getrost abhaken.
Worüber du dir dagegen wirklich Gedanken machen solltest, sind zwei Dinge: ob die Klappe einen
Chip lesen soll, und wo sie eingebaut wird. Daran entscheidet sich, ob du fünfzehn Euro oder über
zweitausend ausgibst – und ob du am Ende zufrieden bist.
Die eine Frage, die wirklich zählt: Chip oder nicht
Stell dir die Szene vor: Es ist drei Uhr nachts, und in der Küche steht plötzlich der Kater vom
Nachbarn am Napf, weil er gelernt hat, dass es hier was zu holen gibt. Oder schlimmer, er markiert
im Flur. Genau gegen diesen Ärger wurde die Mikrochip-Katzenklappe
erfunden. Sie liest den Chip, den deine Katze ohnehin unter der Haut trägt, und entriegelt nur für
sie – jeder fremde Eindringling steht vor verschlossener Tür. Das ist keine Spielerei, sondern für
viele Haushalte der eigentliche Grund, überhaupt eine Klappe mit Elektronik zu kaufen.
Hast du dieses Problem aber gar nicht – keine fremden Katzen in der Nähe, kein Revierstreit am
Futternapf –, dann zahlst du für den Chip nur drauf. Eine schlichte Vier-Wege-Klappe wie die
PetSafe Staywell Original gibt es ab etwa fünfzehn Euro, sie kommt ohne Strom und ohne Batterie
aus und hat schlicht nichts, das kaputtgehen könnte. Die vier Wege bedeuten dabei: ganz auf, ganz
zu, nur rein oder nur raus – damit holst du die Katze abends zuverlässig ins Haus. Wer sich
unsicher ist, kauft den Chip oft vorsorglich, obwohl weit und breit keine Streunerkatze unterwegs
ist. Das muss nicht sein.
Wohin mit der Klappe – Tür, Glas oder Wand
Der zweite Punkt klingt banal, wird aber regelmäßig unterschätzt. In eine Holz- oder
Kunststofftür ist die Klappe an einem Nachmittag gesetzt, Lochsäge, Schrauben, fertig – das traut
sich fast jeder selbst zu. Bei einer Glastür wird es ernster: Glas lässt sich nicht einfach
aussägen, hier braucht es eine neue Scheibe mit fertigem Ausschnitt vom Glaser, und das kostet
mitunter mehr als die Klappe selbst. Soll sie durch die Mauer, hilft ein Tunnel-Adapter, der die
Wandstärke überbrückt. Die guten Modelle von SureFlap, Cat Mate, PetSafe und petWALK sind für alle
drei Wege ausgelegt, du legst dich also mit der Markenwahl nicht auf einen Einbauort fest.
Und das Wetter? Sei hier nicht zu optimistisch. Jede klassische Katzenklappe bleibt eine Öffnung
in der Außenhülle deines Hauses. Bürsten- und Magnetdichtungen halten die schlimmste Zugluft ab,
aber gedämmt im eigentlichen Sinn ist nur die petWALK, die wie eine kleine
Schleuse motorisch öffnet und schließt. Wohnst du irgendwo, wo der Wind pfeift, oder hängt die
Klappe an der Terrassentür eines gut gedämmten Hauses, ist dieser Unterschied über die Jahre kein
kleiner. In einer beheizten Garage oder im Vorraum interessiert er dagegen niemanden.
SureFlap, PetSafe oder Cat Mate – welche Chip-Klappe?
Hast du dich für eine Chip-Klappe entschieden, drehen sich die meisten Fragen um diese drei
Marken. Und damit gleich die unbequeme Wahrheit vorweg: Im Kern machen alle drei dasselbe. Sie
lesen den Mikrochip, sie entriegeln für deine Katze, sie sperren fremde aus. Wer dir etwas anderes
erzählt, will dir das teuerste Modell verkaufen. Der Unterschied liegt nicht in der Kernfunktion,
sondern in Komfort und Preis – und da lohnt der genaue Blick.
Die PetSafe Microchip ist der vernünftige Einstieg. Für rund fünfundvierzig bis
siebzig Euro speichert sie bis zu vierzig Tiere und tut zuverlässig, was sie soll. Für die große
Mehrheit der Haushalte ist hier schon Schluss mit Suchen, mehr braucht es schlicht nicht. Die
Cat Mate Elite liegt mit sechzig bis fünfundneunzig Euro etwas darüber, bringt
aber eine Zeitschaltuhr mit – praktisch, wenn deine Katze nur tagsüber nach draußen soll und
abends drinnen bleibt. Die SureFlap Connect schließlich ist der Marktführer und
mit hundertfünfzig bis zweihundertdreißig Euro auch das teuerste der drei. Ihr Trumpf ist die
App-Anbindung über den Hub: Du siehst aufs Handy, wann deine Katze kommt und geht, und kannst die
Klappe aus der Ferne sperren. Das ist hübsch – aber ehrlich gesagt nur dann sein Geld wert, wenn
du diese Extras auch wirklich nutzt und nicht nur einmal neugierig in der App stöberst.
Unterm Strich: Günstig reicht hier öfter, als die Hersteller es gern hätten. Nimm die PetSafe als
soliden Standard, die Cat Mate, wenn du die Zeitschaltuhr brauchst, und die SureFlap nur für die
App. Wer noch tiefer einsteigen will, findet die Details auf der Seite
Katzenklappe mit Chip.